Vorträge, Seminare, Workshops für die Gemeindearbeit

 

Der Kunstbeauftragte der Landeskirche, Kirchenrat Reinhard Lambert Auer,
kann angefragt werden zu Vorträgen über

Kirchbau und Kirchbauprogramme,
Baustile,
Glasfenster- oder Altargestaltung etc.

Aber auch - im Rahmen seines Dienstauftrags - zur Beratung in allen Fragen der
Renovierung, Restaurierung, Neuausstattung oder Neugestaltung
kirchlicher Räume.

Lambert.Auer@elkw.de

 

Johannes Koch, Vorstand von Verein und Stiftung,
bietet u. a. folgende Themen an:

Vom Bildersturm zur Bilderflut.
Braucht der Glaube die Bilder doch?

Die Bibel kennt ein Bilderverbot. Gilt es noch? Luther verschweigt es in seinem Katechismus. Warum? Unsere Kirchen sind voller Bilder, unsere kirchlichen Blätter auch. Wie wichtig sind Bilder für den Glauben? Der Vortrag unterscheidet zwischen einer kirchlichen Gebrauchskunst, die als ‚Magd der Theologie‘ nur Altbekanntes neu vergegenwärtigt, und der - von Luther - zu sich selbst befreiten Kunst, die eigene Fragestellungen entwickelt und neue, zeitgemäße Antworten formuliert. Der Referent plädiert für mehr Begegnung und Auseinandersetzung mit letzterer, weil sie festgeschriebene Bilder aufbricht und damit dem Bilderverbot der Bibel entspricht.

Kunst und Spiritualität.

Zeitgenössische Kunst gilt vielen Menschen als eigenwillig und unverständlich. Selten zeigt sie Altbekanntes. Meist entwickelt sie zu den Grundthemen des Lebens neue Fragestellungen oder deutet neue Antwortmöglichkeiten an. Der Vortrag eröffnet spannende Zugänge. Er zeigt auf, auch anhand von Originalen, wie die Begegnung mit dieser Kunst gerade für spirituelle Menschen zu einer aufregenden und lohnenden Angelegenheit werden kann. (Auch als Seminar oder Gruppendoppelstunde möglich.)

Das Kreuz.
Wie junge Kunst ein altes Symbol neu erschließt.

In der Kirche erinnert das Kreuz an die historisch gut bezeugte Tatsache der Kreuzigung Jesu. Von Anfang an stellte sie Anhänger wie Gegner vor die Aufgabe der Deutung dieses Geschehens. Unterschiedliche Deutungen finden sich schon im Neuen Testament. Die Darstellung des Gekreuzigten hat in der Geschichte immer wieder auf diese unterschiedlichen Deutungen zurückgegriffen. Wie sehen Künstlerinnen und Künstler unserer Zeit das Kreuz?

Was Kunst kann.
Kunst in der kirchlichen Bildungsarbeit

Psalmen, Choräle, Kruzifixe - Kunst war schon immer so etwas wie die Sprache der Religion. In der Moderne hat sie sich allerdings von der Religion emanzipiert oder aber zu einer Religion ganz eigener Art entwickelt: Sie setzt sich mit überlieferten Deutungen von Welt und Wirklichkeit auseinander und bietet eigenständige an. Das macht sie zu einer interessanten Dialogpartnerin. In der kirchlichen Bildungsarbeit kann Kunst durch neue ästhetische Erfahrung neue religiöse Erfahrung ermöglichen. Besonders spannend wird es, wo Kunst der Gegenwart selbst mystische, prophetische oder epiphane Züge aufweist … (Vortrag, Seminar oder Gruppendoppelstunde. Mit Originalen.)

Kitsch und Kunst in der Kirche.
Eine Provokation.

Ist alles eine Frage des Geschmacks? Oder hat alles auch irgendwo eine Grenze? Weder Kunst noch Kitsch lassen sich klar definieren. Gibt es dennoch überzeugende Kriterien? Mangelnde künstlerische Qualität könnte ein Kitschmerkmal sein. Allerdings gibt es auch das bewusste künstlerische Spiel mit klassischen Kitschthemen wie Opulenz, die Tragik der Existenz oder die Welt der süßen Engelein. Doch wieviel Spiel verträgt die Kirche? Und wieviel Infragestellung durch Kunst? Was ist theologisch und ästhetisch vertretbar und was nicht? Lauter offene Fragen. Der Vortrag verspricht Orientierung zu geben.

kirchekunstkoch@web.de